Deutsche Seemannsmission Westküste e.V.

   

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Erfahrungsbericht zum FSJ von Juliane Engert
Juliane Engert absolvierte vom 01.08.2005 bis zum 31.07.2006 ihr FSJ bei der Seemannsmission Brunsbüttel und sie verfasste folgenden Bericht.

Die FSJ-lerin Juliane Engert besucht an Bord Seeleute

Die FSJ-lerin Juliane Engert besucht an Bord Seeleute

"Abenteuer Seemannsmission"
"Viele kleine Leute, in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern." (Spruchweisheit der Mandika, Afrika)
Seit August 2005 absolviere ich bei der Deutschen Seemannsmission in Brunsbüttel ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Eigentlich komme ich aus Bonn. Die Arbeit hier war mir unbekannt und so stürzte ich mich in das Abenteuer "Seemannsmission".
Mein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich. Zu den Aufgabenbereichen gehören:
- Schiffsbesuche
- Fahrdienste
- Einkäufe für den Clubverkauf
- Betreuung des Clubs
- Instandhaltung des Schleusenwarteraumes
- Bürotätigkeiten
- Versorgung der Seeleute, die in der Seemannsmission übernachten
hauswirtschaftliche Aufgaben wie Kochen, Putzen, Wecken ...
Die Arbeit der Seemannsmission ist wichtig. Viele Seeleute kommen aus fremden Ländern. Sie sind häufig monatelang von ihren Familien getrennt und viele fühlen sich einsam. Das habe ich in Gesprächen mit ihnen erfahren. Als Mitarbeiterin der Seemannsmission bin ich für die Seeleute Ansprechpartnerin und kann ihnen im Alltag helfen. Ich kann als "Bank" Geld in die Heimat überweisen, als "Post" Briefe und Postkarten wegschicken, als "Eingeborene" Einkaufsmöglichkeiten empfehlen und als "Receptionistin" in verschiedensten Situationen Auskunft geben.
Diese Arbeit ist für mich gelebter Glaube, denn wir praktizieren kulturellen Austausch, schaffen Gemeinschaft und ermöglichen Kontakte (z.B. durch telefonieren) in die Heimat.
Der Besuch unseres Clubbereiches ist für viele Seeleute die einzige Möglichkeit andere Menschen zu sehen als ihre Mannschaftskollegen. Für sie bin ich auch häufig die junge Frau, mit der man sich mal unterhalten möchte. Es ist ein schönes Gefühl, dass mir die vorwiegend männlichen Seeleute meist vertrauen. Sie erzählen mir private Dinge. Ich merke, dass ich ihnen als Gesprächspartnerin wichtig bin und sie sich freuen mich wieder zu sehen.
Ich interessiere mich für die Arbeit an Bord und das Befinden der Besatzung. Schiffsbesuche sind unersetzbar, weil während der manchmal intensiven Gespräche an Bord ein freundschaftliches Verhältnis entsteht.
Die Arbeit ist erfüllend, auch wenn sie streckenweise wegen flexibler Arbeitszeiten, Bereitschaftsdiensten und wenig Schlaf sehr anstrengend ist. Ich mache viele neue Erfahrungen, weil ich Arbeitszeitmodelle, Verantwortlichkeit, Selbständigkeit und Personalstrukturen kennen lerne.
Die Entscheidung für ein FSJ in einer mir unbekannten Institution war richtig und ich möchte sie schon jetzt nicht missen.
 
 

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DANKSAGUNGEN VON SEEFAHRERN
Seeleute vom liberianischen M.S. "Tula" besuchten die Seemannsmission. Alle fanden es schön, mit der Gemütlichkeit und der Atmosphäre in dieser Mission. Es war prima. Danke für Alles!
 
 
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