Deutsche Seemannsmission Westküste e.V.

   

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Erfahrungsbericht zum FSJ von Sven Gerhard
Sven Gerhard absolvierte vom 01.09.2005 bis zum 31.08.2006 sein FSJ bei der Seemannsmission Brunsbüttel und er verfasste folgenden Bericht.
Der FSJ-ler Sven Gerhard besucht einen Seemann an Bord

Der FSJ-ler Sven Gerhard besucht einen Seemann an Bord

Schiffsbesuche. Sie sind meiner Meinung nach wichtigster Bestandteil meiner Arbeit in der Seemannsmission und zugleich eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Man trifft Menschen verschiedenster Nationalitäten und erhält durch die Gespräche an Bord Einblicke in fremde Kulturen. Ich bin bis jetzt Menschen aus so vielen Ländern begegnet, dass es mir schwer fällt alle aufzuzählen. Meistens sind es Menschen von den Philippinen, aus Russland, Polen oder Indien und seltener kommen die Seeleute aus Uruguay, Neu Seeland, Ghana oder von den Kiribati Inseln.
Schon wenn man an Bord kommt und sich vorstellt - "Hello, I'm Sven Gerhard from the Seamen's Club in Brunsbüttel." - wird man meistens auf eine freundliche Weise empfangen und nicht selten sofort mit Fragen bombadiert, wie jene, die nach Telefonkarten oder dem Transport vom Schiff in die Seemannsmission fordern. Da sich aber nach mittlerweile 8 Monaten Erfahrungssammlung eine Art Routine in Bezug auf Schiffsbesuche eingestellt hat, schafft man es auf nette und entspannte Weise sämtliche Fragen zu beantworten und den Wünschen nachzukommen. Danach wird man dann in die Messe begleitet, wo bereits weitere Seeleute auf einen warten oder gerade eine Arbeitspause einlegen. Bei einer Tasse Kaffee bietet man den Seeleuten dann Telefonkarten und Zeitungen an und lädt die Besatzung in die Seemannsmission ein. Gespräche über Familie, Politik, Sport, Kultur und natürlich auch über die Schifffahrt machen den Schiffsbesuch häufig für alle Beteiligten recht unterhaltsam.
Besonders freut man sich auf die Schiffe, die regelmäßig in den Brunsbütteler Hafen einkehren. Man kennt die Besatzungen dieser Schiffe recht gut und die Unterhaltungen werden unter Umständen auch einmal etwas persönlicher und intensiver. Ich würde sogar behaupten, dass man eine Art kleine Freundschaft zu dem einen oder anderen Seemann aufbaut. Allerdings setzt dies voraus, dass man sich auch mit der Crew verständigen kann. Es kommt nämlich oft vor, dass die Seeleute nur sehr wenig oder gar kein Englisch verstehen bzw. sprechen können. Dann kommuniziert man aber kurzerhand mit Händen und Füßen und kommt zu einem akzeptablen Ergebnis.
Manchmal kann ein Schiffsbesuch sogar zu einem kleinen Erlebnis werden. Vor ein paar Monaten hat ein schwedischer Kapitän eines recht großen Tankers mir und meiner Kollegin Juliane Einblicke in seinen Alltag an Bord gegeben. Er hat uns mit auf die Bücke genommen und uns dort fast alles gezeigt sowie die Funktionen der Geräte erläutert. Unsere Fragen konnte er mehr als zufrieden stellend beantworten und schob einige unterhaltsame Anekdoten aus seiner Kapitänslaufbahn in seinen Vortrag ein. Anschließend hat er uns noch auf ein Getränk in seine Kabine, welche eher als komfortable 2-Zimmerwohnung bezeichnet werden sollte, eingeladen und noch ein wenig über seine Familie und sein Heimatland geplaudert.
Auch wenn die Routine einem manchmal die Lust auf die Schiffe zu gehen nimmt - denn die Gespräche und der Ablauf wiederholen sich öfters - macht es Spaß Erfahrungen wie die auf dem Tanker zu machen und ich schätze mich glücklich in meinem Jahr bei der Seemannsmission eine kleine Weltreise der Kulturen machen zu dürfen.
 
 

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DANKSAGUNGEN VON SEEFAHRERN
Seeleute vom liberianischen M.S. "Tula" besuchten die Seemannsmission. Alle fanden es schön, mit der Gemütlichkeit und der Atmosphäre in dieser Mission. Es war prima. Danke für Alles!
 
 
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