Diese Website verwendet Cookies für Analysen und personalisierte Inhalte. Indem Sie diese Website nutzen, erklären Sie sich mit dieser Verwendung einverstanden. OK

Logbuch

Eine Flaschenpost für Seeleute

Die von Jugendlichen aus Nordfriesland gebastelten Flaschen.

In früheren Zeiten schickten Seeleute eine Flaschenpost los, wenn sie in Seenot geraten waren. Sie erhofften sich Hilfe und Rettung. Heute bringen Mitarbeiter der Seemannsmission eine Flaschenpost mit guten Wünschen an Bord – und machen den Seefahrern eine Riesenfreude damit. Die Flaschenpost zeigt ihnen, dass Landratten an sie denken und um ihre oft harte Arbeit wissen.

Kürzlich hatten Firmlinge aus Husum und Umgebungen die Seemannsmission in  Brunsbüttel besucht. Der Kontakt war über die katholische Pfarrgemeinde Brunsbüttel, Marne, Burg zustande gekommen. Der Hauptanlass war es, sich mit dem Thema Ökologie und Kirche zubeschäftigen. Zum einen erhielten die jungen Leute von Seemannsdiakon Leon Meier viele Informationen über den Transport von Gütern über See.Vieles, was heute auf den Tisch kommt, wird aus fernen Ländern importiert: von Bananen bis zu Kaffee und Tee. Der Transport über See stellt dabei zurzeit die umweltfreundlichste Alternative dar. Zugleich wird daran deutlich, wie wichtig die Seefahrt für das  tägliche Leben ist. Ohne sie könnten viele Produkte nicht in deutsche Haushalte gelangen.

Zum anderen bastelten die jungen Leute. Sie verzierten liebevoll leere, schön geformte Getränkeflaschen und befüllten sie mit irischen Sprüchen und Wünschen. Gerade die  irische Sprache ist reich an Bildern. So gibt es viele irische Lebensweisheiten und blumige Worte, die sich gut für eine solche Flaschenpost eignen. Außerdem trugen die Jugendlichen Wünsche an die Seeleute zusammen, die sie ins Englische und Polnische übersetzten. Diese Flaschen brachte das Team der Seemannsmission in den darauffolgenden Tagen bei  Schiffsbesuchen quasi als Flaschenpost an Bord der in Brunsbüttel festgemachten Schiffe.

Die Idee zu dieser Aktion stammt von Diakon Leon Meier. „Allerdings“, so sagt er, „ist sie nicht ganz neu. Wir haben uns das Engagement des Diakons in Braake mit Konfirmanden zum Vorbild genommen.“ Sowohl die jungen Leute als auch die Seeleute hatten viel Spaß an der Aktion. Wenngleich nach dem Vorbild der Fernsehserie „Bezaubernde Jeanie“ aus den 1960er-Jahren aus den Flaschen kein Geist kommt, der mit Augenblinzeln Wünsche erfüllt, hoffen die Seefahrer doch, dass die ihnen übermittelten Wünsche in Erfüllung gehen.

 

Spenden

Schon ab fünf Euro pro Monat können wir mit Ihrer Hilfe für einen Seefahrer ein Stück Heimat in der Fremde schaffen. Lernen Sie unsere verschiedenen Projekte kennen und unterstützen Sie uns noch heute.

Jetzt spenden

Newsletter

Sie möchten stets auf dem Laufenden gehalten werden, was neue Projekte, Spendenaktionen, Veranstaltungen, etc. angeht? Melden Sie sich in nur wenigen Schritten zu unserem Newsletter an.

Abonnieren

Ich möchte mich noch einmal ganz, ganz herzlich für die tolle Betreuung meines Crewmitgliedes während seinen Klinikaufenthaltes in Brunsbüttel bei Ihrem ganzen Team bedanken. Sie machen eine tolle Arbeit.

Andreas Greulich

Kapitän von der "MS Deutschland"

Die Seemannsmission ist oft Bindeglied zwischen weiter Ferne und Heimat. Sie hilft, dass die Seeleute zumindest manchmal ihren 'eisernen Käfig' – wie die Seeleute selbst ihr Schiff oft nennen – verlassen können.

Pauline Frick

Ehemalige FSJ-lerin

Veranstaltungstipps