Diese Website verwendet Cookies für Analysen und personalisierte Inhalte. Indem Sie diese Website nutzen, erklären Sie sich mit dieser Verwendung einverstanden. OK

Logbuch

Drei Frauen haben das Sagen

Die Frauen haben das Sagen

Schnell eine Tasse Kaffee und eine Zigarette, dann geht es weiter. Ein Teil der Ladung wird gelöscht, Formalitäten sind zu erledigen. In wenigen Stunden wird das Frachtschiff „Suntis“ (1564 BRZ) mit Heimathafen Itzehoe aus dem Glückstädter Hafen mit einer Restladung nach Heiligenhafen auslaufen.

Ein in der Seefahrt ungewöhnlicher Anblick: In der Messe sitzen drei Frauen. Luise Heidi Warnecke, die sich normalerweise um das Büro der „Suntis“-Schifffahrt kümmert, Tina Hagenah, die die vergangene Reise als Erster Offizier mitgefahren ist, und Ulrike Jacobs, Erster Offizier und Ablösekapitän. Hauptkapitän Frank Hagenah, der jetzt wieder das Ruder übernimmt, wirft nur einen kurzen Blick in die Messe und verschwindet wieder.

Luise Heidi Warnecke und ihr Mann hatten die „Suntis“ 1985 auf der Peterswerft in Wewelsfleth bauen lassen. Über Jahre ist sie mit ihrem Mann zur See gefahren. Für Tochter Tina war es daher selbstverständlich, in die Fußstapfen der Eltern zu treten und die Seefahrtsschule in Grünendeich zu besuchen, auf die auch Ulrike Jacobs ging, die ebenfalls aus einer Seefahrerfamilie stammt. Sie heuerte vor gut einem Jahr auf der „Suntis“ an. „Uns allen ist die Schifffahrt in die Wiege gelegt“, sagt Tina Hagenah, die 2004 mit ihrem Mann Frank den elterlichen Betrieb übernahm. Ihr Bruder ist Lotse auf dem Nord-Ostsee-Kanal, ihre mittlerweile 18-jährige Tochter lernt Schifffahrtskauffrau.

Schon bald nach der Geburt ihrer Tochter blieb Hagenah aber an Land: „Zu Anfang haben wir das Kind auf unseren Reisen mitgenommen. Es war der Star im Hafen, als wir es gerade halbjährig nach Casablanca mitnahmen.“ Aber dann war mit der Seefahrt erstmal Schluss. Nur wenn es notwendig war, sprang Tina Hagenah als Steuermann ein. „Für mich wäre ein Leben an Land nichts“, meint dagegen Ulrike Jacobs. „Auf See geschieht immer etwas Neues. Man ist viel freier. An Land spielt sich jeden Tag dasselbe ab.“ Selbst im Urlaub zieht es sie auf See. Sie will eine Kreuzfahrt in der Karibik unternehmen. “ Müsste ich noch einmal die Wahl treffen, Ich würde mich sofort wieder für die Seefahrt entscheiden“, resümiert sie. Die anderen beiden Frauen stimmen ihr zu: „Die Seefahrt bedeutet uns alles. Sie bietet ein schönes und abwechslungsreiches Leben.“

Geschrieben von Christiane Sengebusch

Spenden

Schon ab fünf Euro pro Monat können wir mit Ihrer Hilfe für einen Seefahrer ein Stück Heimat in der Fremde schaffen. Lernen Sie unsere verschiedenen Projekte kennen und unterstützen Sie uns noch heute.

Jetzt spenden

Newsletter

Sie möchten stets auf dem Laufenden gehalten werden, was neue Projekte, Spendenaktionen, Veranstaltungen, etc. angeht? Melden Sie sich in nur wenigen Schritten zu unserem Newsletter an.

Abonnieren

Thank you, so happy to be here wish to come again.

Anonym

Es tut gut zu wissen, dass Seeleute aus der Ferne in den Seemannsmissionen auf Menschen treffen, die sich uneigennützlich und sozial engagiert um ihre Belange kümmern. Schön, dass es so was in der heutigen Zeit noch gibt. Das unterstützen wir gern!

Ingrid und Uwe Schmidt

Ehrenamtliche

Veranstaltungstipps

25.08.2018: Sommerfest – ab 12 Uhr